Welches Kinderbike kaufen?

Generell gilt:
Ein Bike kauft man nicht als ‘Überraschungsgeschenk’!
Das Kind soll das Rad ausgiebig probefahren.
 
Beim Kauf das Wichtigste: so leicht wie möglich!
Das Gewichtsverhältnis zwischen Fahrer und und Rad könnte nicht ungünstiger sein als bei Kindern. Daher ist es besser auf alles zu verzichten, was das Gewicht erhöht! Ist das Rad zu schwer kann das Kind leicht die Lust am Radfahren verlieren, vielleicht sogar für immer! Besser also, auf das toll ausgestattete, aus lackierten Wasser- rohren hergestellte ‘Baumarkt-Rad’ verzichten und ein etwas tiefer in die Tasche greifen und ein paar Kilos sparen. Hochwertige Räder halten ihren Wert länger und lassen sich auch gebraucht gut verkaufen. Das Kind sollte das am Boden liegende Rad auf jeden Fall alleine aufheben können!
Alternativ hierzu gibt es natürlich auch die Möglichkeit, selbst ein gebrauchtes Rad zu erwerben (Internet, besser aber ist immer eine persönliche Inaugenscheinnahme). Checkpunkt: Lager und Schaltung! Wenn dann noch die Brems- & Schaltzüge, sowie Bremsbeläge und evtl. Reifen wechselt hat sicherlich nichts falsch gemacht!
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Die Größe muss stimmen!
Nur wenn die Größe stimmt, kann das Kind das Rad richtig beherrschen.
Faustregel: Das Kind muss beim Absteigen frei nach vorne stehen können!
Tretlager und Kurbellänge: Je tiefer das Trettlager über dem Boden, desto höher die Fahrsicherheit.  Die Kurbellänge entscheidet über beschwerdefreies Pedalieren. Bei vielen Kinderbikes ist er zu hoch. Das Kind sitzt auf dem Sattel und kommt mit den Füßen nicht auf den Boden. Maßnahmen vieler Eltern: Sattel ganz runter! Doch dann stimmt der Abstand zum Treten nicht mehr. Ein Kind muss mindestens mit den Fußspitzen auf den Boden kommen und die Kurbeln dürfen nicht zu lang sein.
 
Empfehlung:
Körpergröße: 128 cm - 135 cm: 150 mm Kurbellänge
Körpergröße: 136 cm - 143 cm: 155 mm Kurbellänge
Körpergröße: 144 cm - 151 cm: 160 mm Kurbellänge
Körpergröße: 152 cm - 160 cm: 165 mm Kurbellänge
 
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Federelemente: Sie müssen unbedingt auf das leichte Kindergewicht abgestimmt sein, sonst bringen sie nur zusätzliches Gewicht. Austauschbare Elatomer-Elemente sind oft sinnvoller als Federn. Eine Vollfederung ist meist zu schwer. Das Bikegewicht muss im Verhältnis zu den gerade mal 30 Kilo des Kindes betrachtet werden!

Beispiel: Erwachsener 70 kg, Bike 13 kg = Kind 20 kg Bike müsste 3,7 kg wiegen!

Tipp: breitere Reifen montieren! Je dicker der Reifen, desto besser. Dies erhöht zwar den Rollwiederstand, verbessert aber gleichzeitig den Bodenkontakt bei schlechten Wegen. Dabei immer auf den richtigen Luftdruck achten.
 
Bremsen und Züge: Damit das Kind schnell und effektiv bremsen kann, müssen die Griffe perfekt auf die kleinen Kinderhände abgestimmt werden. Also auf einstellbare Bremshebel achten! Der Hebel muss mit 4 Fingern umlegt werden können.

Tunig-Tipp: Billige Züge gegen hochwertige austauschen, das reduziert die Reibung.
 
Felgenbremse oder Rücktrittbremse?: Die Greifbewegung ist von klein an eine gewohnte Bewegung, wobei das Rückwärtstreten der Pedale beim Bremsen eine neue Bewegung darstellt, die einer Gewöhnung bedarf. Für viele, auch leichte Trailübungen ist eine Rücktrittbremse eher ungeeignet. Das Fahren in der Trailgrundstellung (waagerechte Pedalstellung) wird erschwert, da schon eine kleine Pedalbewegung nach rückwärts zum Abbremsen des Hinterrades führt. Sogar das richtige Stellen der Pedale im Stand ist hier beinahe unmöglich, da nicht zurückgedreht werden kann.
 

Kettenschaltung oder Nabenschaltung?: Kettenschaltungen sind immer kleiner übersetzt (leichterer Gang) als Nabenschaltungen. Schon bei kleinen Steigungen sind die Kinder, die Räder mit Kettenschaltung haben, im Vorteil und können sogar schon steilere Anstiege komplett hochfahren - und das macht den Kindern wierderum mehr Spaß, als hochschieben!

Abstand
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