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Nach dem 2. Weltkrieg wurde schon bald in Aplerbeck wieder Tischtennis gespielt: Die Erinnerungen daran sind eine Mischung von Tischtennislegenden und Geschichten aus alter „Ping-Pong-Zeit“.
Da musste schon einmal ein Spiel abgebrochen werden, weil der letzte Ball nicht mehr repariert werden konnte! (Reparieren bedeutete, die Beule im Ball über heißem Wasserdampf zu beseitigen) Auch wurde ein Dutzend Tischtennisbälle gegen einen Eimer Marmelade an der zerstörten Brücke am Hengsteysee eingetauscht.
Schon bald nach Neugründung des Tischtenniskreisverbandes stand eine respektable Truppe an der selbstgezimmerten Platte ihren Mann und auch ihre Frau.
1946 wurde dann der Spielbetrieb aufgenommen; der TuS Aplerbeck als Dortmunds bester Verein spielt mit Erfolg in der Bezirksklasse Ennepe/Ruhr.
Tischtennis war eine Randsportart; aber es ging in Aplerbeck aufwärts! Bis 1953 beherrschte die Tischtennis-Abteilung des ASC 09 den Kreis Dortmund und spielte in der Landesliga. Erich Eckey, Franz Evers, Günter Steiniger, Heinz Blomenkamp und Heinz Babst trugen den Vereinsnamen bis ins Münster- und Sauerland. Gespielt wurde in der Turnhalle an der Köln-Berliner-Straße, zahlreiche Zuschauer fanden den Weg zur gusseisenofenbeheizten Halle mit der Galerietribüne im 1. Stock! Auch die Damen waren sehr erfolgreich: Ilse Eckey, Gisela Nickchen, Trude Fleckstein waren über Jahre hinweg Dortmunder „Spitze“. Bei den Herren waren die Aplerbecker um Erich Eckey, Emil Rufer, Heinz Blomenkamp, Fedor Ebert, Albert Bürhaus und Günter Steininger im Tischtenniskreis bestimmend. Der Aufstieg in die Oberliga wurde zweimal knapp und unglücklich verpasst… einmal, weil man zu geizig oder vielleicht zu unerfahren war, schriftlichen Protest einzulegen!
Man fuhr zu Auswärtsspielen in einem alten „Opel-Kastenwagen“, der in Münster einmal fasten gestohlen worden wäre.
Dann rückten die Jugendlichen um Peter Kiel, Horst Zulewski (heute noch aktiv) und Harald Elges nach. Lange hielt man sich in der Landesliga „Sauerland/Siegerland“ schadlos. Da gab es noch Erinnerungen an die Koppelspiele Samstag und Sonntag mit Übernachtung, um Fahrtkosten zu sparen. Am Sonntagmorgen waren die Leistungen recht unbeständig. Woran das gelegen haben konnte?
In dieser Zeit fällt auch der größte sportliche Erfolg des ASC 09 von Heinz Blomenkamp: Sein Spiel bei der Westdeutschen Meisterschaft wurde im Radio „live“ übertragen. Berühmt und gefürchtet war das vorsichtige, fehlerfreie Abwehrspiel von Heinz Blomenkamp. Es konnte schon einmal sein, dass es nach einer halben Stunde erst 6:5 im 1. Satz stand! Mitte der 60er Jahre war die Landesliga aber nicht mehr zu halten. Es fehlte der Nachwuchs. Gerd Ackerhans übernahm die Abteilungsleitung von Günter Steininger. Man spielte in der Bezirksklasse und verpasste zweimal um einen Punkt denkbar knapp den Aufstieg zurück zur Landesliga.
1969 zur 60-Jahr-Feier waren wir Gastgeber des Jubiläumsturniers über zwei Tage. Unser „alter Rivale“ TTC Constantin Bochum siegte gegen fünf Teams.
Zu erwähnen ist auch noch ein 2. Platz beim Pokalendspiel des Bezirks Arnsberg. Unser „Dreier“ Peter Kiel, Heinz Blomenkamp, Horst Zulewski, gab sich erst im Endspiel geschlagen. Im Laufe der Jahre ging es mit der „Ersten“ leider abwärts in die Kreisliga, Vize-Kreismeisterschaft und Wiederaufstieg zur Bezirksklasse. Mit dem Nachwuchs ging es aber stets aufwärts: Die Jugend um Dieter Hänsgen wurde zweimal Kreismeister und Dieter Hänsgen wurde ein Jahr später sogar Kreismeister der Junioren im Einzel.
Bald hatten wir drei Mannschaften im Seniorenspielbetrieb und drei Jugendmannschaften. Leider stieg die „Erste“ sogar bis in die 1. Kreisklasse ab, so dass die Hoffnung auf die Jugend gesetzt wurde.
Denn in den folgenden Jahren ging es mit dem Nachwuchs „in die Breite“: Jugend- und Schülermannschaften zeigten im Kreis gute Erfolge: Die Jugend marschierte erfolgreich an die Spitze des Kreises, blieb über zwei Jahre ungeschlagen bis in die Spitze der Jugend-Bezirksklasse. Überlegen wurde das Team mit Andreas Scholz, Sven Preger, Martin Kempa und Björn Münzberg Kreismeister und verlor als Mannschaft innerhalb von drei Jahren nur einmal.
Nach dem Umbruch und der notwendigen Verjüngung spielte die „Erste“ in dieser Saison, nach drei Jahren in der Kreisliga, genau so wie die „Zweite“ in der 1. Kreisklasse.
Gerd Ackerhans gab nach insgesamt 30 Jahren die Abteilung in die Hände von Sven Preger, der dieses Amt aber nur zwei Jahre wahrnahm. Björn Münzberg, der seit 1997die Jugendarbeit der Abteilung übernommen hatte, übernahm in der Personalunion 1999 auch noch das Amt des Abteilungsleiters, das er bis heute inne hat; Erfolge sammelte Björn Münzberg zwischenzeitlich mit „seinen Mädchen“ in der Schülerklasse. Neben der Kreis- und Bezirksmeisterschaft gelang den Mädchen um Kamilla Labus, Diana Huth und Belinda Sinemillioglu ein hervorragender fünfter Platz bei der Westdeutschen Meisterschaft! Leider gelang es in der Folge nicht, wieder eine Damenmannschaft auf die Beine zu stellen, so dass wir heute leider keine aktiven weiblichen Mitglieder haben.
Allerdings zeigt auch der männliche Nachwuchs starke Leistungen. Die Jugendmannschaft wurde in der letzten Zeit nach einem spannenden Entscheidungsspiel Kreismeister und stieg in die Bezirklasse auf. Dort schafften sie auch den zweiten Platz und steigen in die Bezirksliga auf, in der sie aktuell spielen.
Beim Training „tummeln“ sich bisweilen über 15 Schüler/Jugendliche in der Halle. Die Zukunft des Nachwuchses ist gesichert, Markus Reininghaus, Marvin Schmitt, Pascal Hagemann und Simon Rojahn haben vor kurzem ihren Assistenztrainerschein gemacht und leiten gemeinsam mit Andreas Scholz das Jugendtraining!
In den letzten 50 Jahren hat sich auch im Tischtennis einiges getan: Schnellere Kunst/Schaumstoffbeläge lösten das alte „Kork-/Gummibrettchen“ ab, Spezialholz und Carbon lösten das Sperrholz ab, die Bälle wurden größer, das Mannschaftsspielsystem wurde wiederholt geändert, die Satzlänge auf 11 gekürzt, das Spiel in der Spitze professionell sowie schneller und athletischer!
Tischtennis als Breitensport und Freizeitangebot für Schüler/Jugendliche hat im ASC 09 Dortmund auch in Zukunft seinen festen Platz. |