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Mittwoch, 17. Januar 2018

Cross-Country

Cross Country (Abkürzungen XC oder CC) ist eine Mountainbike-Disziplin. Seit 1996 ist die Sportart olympisch.
"Ein MTB-Cross Country (CC) ist ein Einerwettbewerb über eine mehrfach zu fahrende gleiche Rundstrecke." – Wettkampfbestimmungen Mountainbike des Bund Deutscher Radfahrer (BDR), 04/2007
Vergleichbar mit einem Formel 1 Rennen wird eine Rundstrecke festgelegt, die von den Sportlern mehrfach durchfahren wird. Die Rundenanzahl steht entweder von Anfang an fest oder richtet sich nach einer Zeitangabe (z.B. 60 Minuten + 1 Runde). Die letzte Runde wird dabei immer mit einem Glockenzeichen für alle Fahrer eingeläutet. Überrundete Fahrer müssen die Rundenanzahl nicht vollständig absolvieren. Sobald der Erstplatzierte die Start-/Ziellinie überquert hat, fahren sie ihre Runde zu Ende. Bei internationalen Rennen beenden die Fahrer das Rennen in der Runde, in der sie überrundet werden. Das kann zur Folge haben, dass sie das Rennen vor dem Gewinner beenden und trotzdem in der Ergebnisliste geführt werden.
Abstand
Die Fahrstrecke ist in der Regel zwischen drei und neun Kilometern lang. Der Rundkurs soll über folgende Geländeeigenschaften verfügen:
Anteil gepflasterter / asphaltierter Straßen kleiner als 15 %
Waldwege
Feldwege
Kieswege und Wiesenwege
mehrere Steigungen und Abfahrten.
Rennverlauf

Der Start erfolgt im Massenstart - aufgrund der in der Regel engen Streckenverhältnisse ist ein vorderer Startplatz von Vorteil. Deshalb gibt es bei wichtigen Rennen eine klare Startaufstellung, die sich an den bisherigen Leistungen der Sportler orientiert (Platzierung in Gesamtwertung, Platzierung im letzten Rennen, etc.). Im Gegensatz zu Straßenrennen ist das Tempo von Anfang an sehr hoch. Oft fällt bereits in den ersten beiden Runden eine Vorentscheidung.
In der Regel bilden sich kleinere Gruppen von wenigen Fahrern, die in flachen Passagen vom Windschatten des Vordermanns profitieren. Über weite Teile der Strecke sind die Fahrer allerdings auf sich selbst gestellt, weshalb hier individuell jeder für sich und nicht im Team (vgl. Stallorder) gefahren wird. Die Entscheidung über die endgültige Platzierung erfolgt in der Regel bei einem Anstieg, einer Abfahrt oder im selteren Fall im Zielsprint. Gewinner ist derjenige, der als erster die Ziellinie bei absolvierter Rundenanzahl überquert.
 
ähnliche Disziplinen
Disziplinen, die vom Fahrer eine ähnliche Konstitution erfordern und mit vergleichbarem Material (Mountainbike) bestritten werden:
 
MTB-Marathon (XCM)

Diese Rennen sind deutlich länger: mindestens 40km (Kurzstrecke) mindestens 110km (Langstrecke)
Mehrere Runden können, müssen aber nicht, gefahren werden.
Der Marathon hat sich aus einer Breitensportveranstaltung entwickelt - hier ist vor allem der Marathon am Gardasee bekannt, der alljährlich parallel zum Festival des Bike Magazins stattfindet. Serienveranstaltungen sind z.B. die Ritchey MTB Challenge. Teilnehmerzahlen von mehr als 1.000 sind üblich.
Seit 2003 findet jährlich auch eine eigene Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaft statt.
 
Bergzeitfahren (Hill Climb - HC)

Wie der Name besagt, wird hier auf überwiegend stark ansteigenden Strecken gefahren. Es wird nicht auf einer Rundstrecke gefahren - der Start befindet sich im Tal, das Ziel am Berg. Die Strecke ist in der Regel mindestens fünf Kilometer lang. Außerdem gibt es hierbei keinen Massenstart, sondern einen Einzelstart mit zeitlichen Abständen zwischen den Athleten. Für die Ergebnisermittlung wird dann die reine Fahrtzeit herangezogen.
 
weitere Disziplinen

Weitere beliebte Disziplinen sind Mehrtagesveranstaltungen, die auch im Team absolviert werden können. Die bekannteste Veranstaltung ist hier die Bike Transalp, bei der zwei Sportler gemeinsam in mehreren Tagesetappen die Alpen überqueren.
Zudem gibt es Sprintveranstaltungen über kurze Distanzen oder auch 24 Stunden-Rennen, bei denen ein Fahrer allein oder im Team ein XC-Rennen über einen gesamten Tag und Nacht bestreitet.
Abstand