Alexander Kath, Mountainbiker
Was die Jogger schon seit Jahrzehnten wissen, hat
sich inzwischen auch bei den Mountainbikern herumgesprochen: Die Wälder
in und um Dortmund bieten eine Menge Fahrspaß und sportliche
Erlebnisse.

Diese Meinung teilt auchAlexander Kath, der zusammen mit einigen Radsportlern des ASC Aplerbeck09 drei Verschiedene Strecken (25km, 36km und 57km) mitunterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zusammengestellt hat. DieCross-Country-Touren, die ihren Ausgangspunkt an der Adolf-Schulte-Schule in Dortmund- Aplerbeck haben und die bis zu 810Höhenmetern aufweisen, sind recht gut ausgeschildert, so dass man auchohne Karte und Ortskenntnisse auf Fahrt gehen kann. Von der Planung biszur Gestaltung des Parcours war der Zehntklässler der Max- Born-Realschule dabei. Alexander Kath ist total auf Dortmund "abgefahren":"Das Gelände in der Westfalenmetropole ist nahezu ideal. Zu dem kannman seine Touren bis zum Hengsteysee sowie nach Schwerte und Wittenausdehnen."
Mit zehn Jahren schwang sich Alexander in den Sattel und erkundetezusammen mit seinem Vater Peter Kath die Wälder des Dortmunder Südens. Vor drei Jahren schloss er sich dem ASC Aplerbeck 09 an, wo sichinzwischen unter der Leitung von Jens Klüh eine regeMountainbike-Gruppe etabliert hat. Mountainbiker sind Extremisten, diefür ihr sportliches Glück oft Kopf und Kragen riskieren. "Mut gehörtauf jeden Fall dazu. Ich versuche jedoch immer das Risiko immer zuminimieren," betont Alexander, der bisher zweimal "Bodenkontakt" hatteund sich dabei eine Hand brach und eine Kopfverletzung zuzog. Der
Fahrspaß des 15- Jährigen blieb diese Zwischenfälle jedoch ungebrochen:"Wer Grenzen überwinden möchte, muss sich im wieder an neue Grenzenherantasten." Im Grenzbereich bewegte sich, der junge Extremsporter,als er im Sommer 2002 mit seinem Bike die Alpen überquerte und dabeidie 600km lange Strecke von Obersdorf bis Riva in fünf Tagenbewältigte. Dabei donnerte er einige Pässe mit Geschwindigkeiten bis zu86km/h herunter. Auch den Rennsteig (168km), der den Thüringer Wald inWest- Ost- Richtung durchquert, hat der ausdauernde Realschüler(1,85m/65kg) schon per Rad erkundet. Da ein Mountainbike keinen Airbaghat, gehört zu Alexenders Standardausrüstung stets ein Helm, Handschuheund ein Handy für den Notfall. Auch in den Wintermonaten düst derfrühere Fußballspieler von TuRa Asseln, der vor kurzem eine Band("Trashbox") gründete, durch die Wälder des Dortmunder Südens.
Peter Middel
